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Alles was mit Photographie zu tun hat

Vom Vollformat (KB) zu mFT…

Es war ja in letzter Zeit fotografisch recht ruhig geworden, das lag zum einen an fehlender Zeit und wenn die Zeit da war, hatte ich einfach keine Lust auf diese ewige Schlepperei meiner Ausrüstung. Sind ja inzwischen 10kg im Rucksack gewesen.

Da ich mich eigentlich auch weiterhin mit der Fotografie beschäftigen wollte, kam eine Begegnung gerade richtig, Die Begegnung war eine mFT Kamera von Olympus (Danke Roland R. 😉 , erst war ich skeptisch, dann schlug die Skepsis in Begeisterung über. Das einzige was mir erst noch zu denken gab, war der mFT Sensor.

Also was machen ? Ich durchforstete das Internet nach Beispielbildern, Meinungen und auch Tests, wobei ich bei letzterem sehr vorsichtig geworden bin. Zum einen merkt man, das bei vielen Tests, die Sachen vom Hersteller gesponsert wurden und zum anderen manche Tester eh voreingenommen an eine Sache rangehen.

Wenn man dann auch noch Objektive mit dem bekannten roten Ring hatte, ist man eh noch etwas anspruchsvoller.

Also was ist es denn nun geworden, es ist eine Olympus OM-D E-M5MK 2 geworden und da ich ja nun auch neue Objektive benötigte, gab es das 12-40 2,8 Pro gleich dazu. Die Linse deckt so 85% meines Bedarfs ab, so das es hier eben auch entsprechende Qualität sein durfte.

Dann kam noch der Batteriegriff dazu, eine neue Tasche musste es natürlich auch sein, die alte war ja viel zu groß und was mache ich nun im Tele Bereich? Das war die große Frage…

Hier war ich am überlegen, wozu brauche ich das Tele? Eigentlich nur für den Zoo, OK Zoo ist dann auch mehrmals im Jahr aber muss es das teure 40-150 2,8 werden plus Konverter ? Wieder 4-Stelliger Preisbereich ? Wieder hohes Gewicht? OK das Gewicht wäre hierbei nicht so tragisch, es hätte im Vergleich zu den Vollformatlinsen die ich hatte, trotzdem nur die hälfte gewogen 😉

Also wieder im Netz diverse Beispielbilder betrachtet, also die Orgie wie oben schon bei der Kamera beschrieben. Diesmal dazu noch alte Bilder betrachtet, welche Brennweite habe ich denn im Zoo am meisten benutzt ? 150-300mm waren angesagt und ich stellte fest, das die 300mm eigentlich auch oft zu kurz waren.

Also habe ich das 75-300mm genommen, wiegt nur 423g und es entspricht an Kleinbild 150-600mm, sollte also reichen. Da ich sowieso nur Tagsüber, also bei gutem Licht im Zoo spazieren gehe, musste es hier auch nicht besonders Lichtstark sein.

Nun war es am Samstag so weit, das letzte Überbleibsel wurde über die Kleinanzeigen-Bucht auch verkauft, also ab nach Hannover. Das 75-300 wurde gekauft und musste dann am Sonntag auch gleich beweisen was es kann.

Allwetterzo Münster, Temperaturen um die 2-4 °C und wenig Licht und was soll ich sagen, es hat sich gut geschlagen! Anfangs musste ich mich doch etwas an das geringe Gewicht gewöhnen aber dann war es einfach nur schön. Es hat wieder spaß gemacht, der Rücken tat nicht weh und ab und an kam sogar die Sonne raus.

Nun seht aber Selbst,  das Känguru wurde übrigens bei 600mm an Kleinbild abgelichtet.

Warum RAW?!

Moin,

ich werde immer wieder gefragt „Wieso fotografierst du in RAW, das macht doch mehr Arbeit?“ In RAW fotografiere ich, da ich darin für mich mehr Vorteile sehe und es mit Programmen wie Photoshop Lightroom* oder Aperture* kaum mehr Arbeit bedeutet.

Der Hauptgrund wieso in RAW, sind die erweiterten Möglichkeiten die Bilder zu gestalten. Die Kameras haben einfach nicht den Dynamikumfang z.B. extreme Lichtunterschiede so zu verarbeiten, das es für uns Menschen gleichmässig belichtet aussieht.

Probleme gibt es hier auch bei der Landschaftsfotografie, entweder ist der Himmel überstrahlt und man kann die Landschaft gut erkennen oder der Himmel ist richtig belichtet das man auch die Wolken gut erkenn kann, die Landschaft ist dann aber oftmals unterbelichtet, so das man kaum etwas erkenn kann.

Fotografiert man nun in jpg, hat die Kamera schon das meiste vom Bild verarbeitet und zusätzlich auch noch komprimiert, so das hier schon mal weniger Informationen im Bild vorliegen, als sie einmal vorhanden waren.

In RAW sieht das da schon etwas anders aus, sicherlich läuft da heutzutage auch schon bei aktuellen Kameras ein Prozess intern über die RAW Dateien, dies hält sich aber in Grenzen so das man noch genügend Möglichkeiten der Nachbearbeitung findet.

Um nun mal den Unterscheid zu zeigen, hier mal ein unbearbeitetes Bild, nur von RAW in jpg:

unbenannt-132-2Wie man hier sehr gut erkennen kann, ist der Himmel mit den Wolken klar zu erkennen, die Landschaft allerdings viel zu dunkel, bei den Bäumen sind fast keine Details zu erkennen.

Hier nun ein Beispiel was man aus dem Bild noch für Informationen raus holen kann:

unbenannt-132Hier ist nun eine gleichmässige Ausleuchtung zu erkennen, die Bäume lassen auf einmal Blätter erkennen, die Farben wirken frischer.

Sicherlich haben heutzutage auch die jpg Dateien aus einigen Kameras noch sehr viele Informationen im Bild aber an RAW kommt das meiner Meinung nach nicht ran.

Ich bin nur Hobbyfotograf und kein Profi, also da geht sicherlich noch mehr, ich übe ja noch 😉

Gruß

Claus

 

*Es gibt noch mehr Programme ausser Lightroom und Aperture, also einfach mal im Netz suchen 😉